Reisebericht Malaysia (incl. Borneo) 2025 incl. Singapur, Brunei und Stopover in Abu Dhabi (VAE)
5. Teil: Malaysia (Kuching & Bako Nationalpark)
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Tag 23 – Do, 11.09.25 – Weiterreise nach Kuching (29°, Sonne & Wolken)
Wir kamen gerade in Miri an, als die Sonne am Horizont untergegangen war.

Nachdem es uns heute Abend mal nicht nach Reis, Nudeln oder Burgern stand, gingen wir zu Domino‘s Pizza essen. Kurz vor 20.00 Uhr waren wir pünktlich am Flughafen, um unser Mietwagen zurückzugeben. Dort stellte ich wie befürchtet fest, dass unser Flieger nach Kuching über 2 Stunden Verspätung hatte. Ich hatte es geahnt, da die Airline Firefly bereits im Vorfeld manche meiner früh vorgebuchten Flüge so stark verschoben hatte, dass ich auf andere Airlines ausweichen musste (da wurde auch schonmal eine Flugzeitenänderung von über einem Tag als „Minor Change“ ausgewiesen!) – hinzu kam eben, dass das Risiko einer Verschiebung bzw Verspätung bei einem Abendflug deutlich größer war als einem Morgenflug. Dennoch klare Empfehlung, nicht mit Firefly zu buchen, sondern bei Malaysia Airlines zu bleiben oder bei Morgenflügen auf Air Asia auszuweichen. Statt der ursprünglichen 21.10 Uhr waren wir am Vortag bereits auf 21.40 Uhr vertröstet wurden und wurden heute schließlich auf eine Terminierung auf 23.25 Uhr hingewiesen. Immerhin fand sich nach der Landung schnell ein Grab-Taxi, das uns rasch in unser Hotel brachte.

Tag 24 – Fr, 12.09.25 – Kuching, Bako NP (29°, Sonne und Wolken)
Nach spätem Checkin um 1.30 Uhr standen wir gemütlich auf und gingen um 10 Uhr erstmal ins nette Windmill Café (oder Wind Meal Café) frühstücken. Dann stand eine kleine Stadtbesichtigung auf dem Programm: Tua Pek Kong Temple, …


Waterfront, Square Tower, Weg über die moderne Brücke zum Sarawak State Assembly und zurück, …


indische Moschee (von außen). Mit dem Checkout hatten wir das Schwergepäck bis morgen im Gästehaus gelagert, da wir für die kommende Nacht während unseres Aufenthalts im Bako Nationalpark mit leichtem Gepäck auskamen. Um 12 Uhr bestiegen wir am Electra House den Bus Q04B zum Bako Nationalpark. Los ging es dann zwar erst um 12.30 Uhr, aber letztlich kamen wir um 13.30 Uhr am Bako Terminal mit seiner Bootsanlegestelle an. Dort hatten wir das Glück, mit zwei Briten zwei Personen zu finden, die zur gleichen Zeit wie wir am nächsten Tag zurückfahren wollten, so dass wir uns ein Boot für die Hin- und Rückfahrt in den Nationalpark teilen konnten. Aufgrund des sehr niedrigen Wasserstandes mussten wir bis etwa 14.20 Uhr warten, bis es los ging. Selbst dann ging immer mal wieder der Motor aus und wir kamen aufgrund der Untiefen nur langsam voran (ca. 40 min). Dafür bekamen wir ein Krokodil aus nächster Nähe und Nasenaffen in den Mangroven zu sehen.


Dann bezogen wir unsere Lodge. Eine Lodge bestand ähnlich einem Doppelhaus aus 2 benachbarten Zimmern/Einheiten mit jeweils eigenem Eingang. Unsinnigerweise hatte ich für uns drei eine gesamte Lodge (2 Einheiten) statt nur 1 Einheit buchen müssen, da pro Zimmer immer nur maximal 2 Personen erlaubt waren. Da die Zimmer sehr groß waren, nutzten wir im Endeffekt aber nur die eine Hälfte des Holzhauses.

Um 15.53 Uhr brachen wir in aller Ruhe über den Paku Trail zum Paku Beach auf. Wir bekamen Nasenaffen, silberne Haubenlanguren (Silver Leaf Monkeys) und Makaken zu sehen.


Den Strand hatten wir nach zahlreichen Stopps um 16.35 Uhr erreicht. Hier warnte ein Schild eindringlich vor Krokodilen, jedoch bekamen wir keine zu sehen.



Lediglich ein paar interessante Einsiedlerkrebse fanden wir vor.


Um 16.47 Uhr machten wir uns auf den Rückweg und waren nach weniger als 30 min wieder in der Nähe des Nationalpark Hauptquartiers, in dessen Nähe wir zum Abschluss noch zahlreiche Tiere zu sehen bekamen: ein Nasenaffe ließ sich unmittelbar neben dem Weg nieder, Makaken saßen auf den Geländern der Wegbegrenzungen, ein dem Kingfishervogel ähnliches Tier saß auf einem Baum, ein Colugo (Flugmaki) hockte in schwindelerregender Höhe auf einer Palme, …


Bartschweine buddelten neben den Wegen und eine grüne Viper ruhte in einem Baum.


Gegen 18 Uhr nahmen wir einen kühlen Drink und ein Thunfischsandwich im Parkcafe zu uns. Anschließend entschieden wir uns spontan, bei einer geführten 90-minütigen Nachterkundungstour mitzumachen, die von 20 Uhr bis 21.30 Uhr angeboten wurde. Auch hier bekamen wir wieder einige Tiere zu sehen, die meisten hatten wir allerdings schon zuvor bei Tageslicht gesehen. Neu hinzu kamen ein Skorpion, Spinnen (u.a. Riesenkrabbenspinnen) und ein Frosch.



Wegen einsetzenden Regens und nicht mitgenommener Wechselklamotten klinkten wir uns um 21 Uhr aus und kehrten zu unsere Hütte zurück.
Tag 25 – Sa, 13.09.25 – Bako NP, Kuching (27°, Sonne und Wolken, beim Weiterflug Regen)
Aufgrund des Schlafdefizits der letzten Nacht und der gestern schon gesehenen Vielzahl an Tieren hatten wir uns gegen eine frühe und längere Wanderung entschieden. Wir verscheuchten die Affen, die versuchten, durch ein Fenster in unser Haus zu gelangen, wichen den zahlreichen Bartschweinen aus, die unseren „Vorgarten“ umgruben und gingen stattdessen um 8.45 Uhr frühstücken. Es sei erwähnt, dass man sich besser ausreichend Proviant mitbringt, da die Speisen am Buffet des Parkcafes schnell kalt (und nicht warmgehalten) wurden und überteuert waren. Danach schlenderten wir ganz gemütlich über den Delima Trail. Auch wenn der in puncto „Attraktivität“ nicht ganz an den gestrigen Paku Trail herankam, ein lohnenswerter Weg, auf dem wir uns an manchen Stellen an wenig vertrauenswürdig aussehenden Makaken vorbeidrängen mussten.


Sowohl die Briten, mit denen wir unser Boot teilten, als auch der Bootsführer selbst waren pünktlich kurz nach 11 Uhr am Strand des Nationalparks.

Diesmal ging es durch einen höheren Wasserstand deutlich schneller als gestern und wir waren gegen 11.20 Uhr schon wieder an der Bootsanlegestelle in Bako. Dadurch erwischten wir sogar noch den 11.30 Uhr-Bus nach Kuching. Somit verblieb noch ausreichend Zeit, in Kuching gemütlich essen zu gehen und nochmal durch die Gassen zu streifen.


Um 15.45 Uhr holten wir unsere in der Waterfront Lodge gelagerten großen Rucksäcke ab und nahmen uns für umgerechnet 2 EUR ein Grab-Taxi zum Flughafen. Dass es kurz darauf zu regnen begann, interessierte uns nicht mehr wirklich. Gegen 18.20 Uhr ging unser Air Malaysia-Flug leicht verspätet nach Kuala Lumpur raus. Wieder gab es ein vollwertiges Abendessen an Bord, diesmal mussten wir allerdings lange auf unser Gepäck warten. Per Grab ging es für vergleichsweise teure 6 EUR in die flughafennahe Unterkunft, dessen genaue Lage wir ja bereits kannten.
Fazit:
Malaysia ist ein sicheres (u.a. wurde die in der Vergangenheit ausufernde Internetkriminalität durch die berührungslose Verwendung von Kredikarten, touch and go, deutlich reduziert), preiswertes und interessantes Reiseland. In jedem Flughafen, in quasi jeder Unterkunft und den meisten Restaurants ist kostenloses WiFi verfügbar, so dass nicht zwingend eine Telefonkarte notwendig ist. Die Grab App ist ein Must Have für die günstige Nutzung von Privattaxis. Der Schwerpunkt der Besichtigungen liegt auf Inseln, Dschungel und Tierwelt, hinzu kommen Metropolen wie Kuala Lumpur und die benachbarten Städte Singapur und Brunei Darussalem. Das Essen ist vielfältig, preiswert (in einfachen Restaurants i.d.R. max 20 MYR = 4 EUR pro Menü) und lecker. Borneo mit seinen Bundesstaaten Sabah und Sarawak ist nicht so gut entwickelt wie das Festland Malaysias, dafür aber auch noch ein Stück authentischer. Die oftmals als gefährlich erachtete Sulu See wird durch entsprechende Maßnahmen der malaysischen Regierung (Militärposten auf den Inseln, Küstenwache, etc.) für Touristen so sicher wie möglich gemacht.
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