Reisebericht Malaysia (incl. Borneo) 2025 incl. Singapur, Brunei und Stopover in Abu Dhabi (VAE)
3. Teil: Malaysia
Hier geht’s zurück zum 2. Teil: Singapur
Tag 5 – So, 24.08.25 – Weiterfahrt nach Mersing (29°, nachmittags bewölkt mit etwas Sonne)
Gegen 18.30 Uhr brachen wir mit unserem Mietwagen nach Mersing auf. Sobald es dunkel wurde, wurde das Fahren erwartungsgemäß recht anstrengend, da die Fahrbahnmarkierungen schlecht waren und die Scheinwerfer des Gegenverkehrs munter blendeten. Nichtsdestotrotz saßen wir gegen 21 Uhr in Mersing schon wieder beim Essen – diesmal gab es Hühnchenburger für Thea und mich.
Tag 6 – Mo, 25.08.25 – Pulau Tioman – Monkey Beach, Tekek (31°, sonnig)
Thea und ich standen um 8.15 Uhr auf und nahmen um 9.00 Uhr das kostenlose Shuttle des Hotels zum Hafen von Mersing. Dort trafen wir Juliet wieder, deren Bus glücklicherweise überpünktlich angekommen war. Nach Entrichtung einer Art Nationalparkgebühr im Terminal gingen wir mit unseren bereits online gebuchten Bordkarten zum Jetty, an dem kurz nach 10.00 Uhr unsere Fähre von CataFerry in Richtung Tioman Island ablegte.


Um 11.30 Uhr hatten wir bereits die erste Anlegestelle auf Tioman erreicht (Jenting), von hier aus dauerte es dann durch das Anlanden und Ablegen an den Folgehaltestellen aber nochmal etwa 50 min, bis die Fähre die dritte – und damit unsere – Anlegestelle (Tekek) erreicht hatte. Während wir an den einzelnen Piers noch Heerscharen von Touristen ausmachen konnten, konnten wir das von unserer anschließenden Inselerkundung glücklicherweise nicht sagen. Nachdem wir in unserem schönen Bungalow der Cheers Garden Anlage eingecheckt hatten, buchten wir zunächst eine Island Hopping Tour für morgen und einen Motorroller für den verbleibenden Tag.

Nach einem kühlen Bierchen, das hier wegen des Duty Free Status der Insel deutlich günstiger war als auf dem Festland – nämlich 4 MYR statt bis zu 20 MYR – fuhren wir dann erst einmal zu dritt auf dem Roller zum Mittagessen. Wir waren die einzigen, die mit Helm unterwegs waren (da wir nach Helmen gefragt hatten und üblicherweise nur für Erwachsene überhaupt Helme ausgegeben werden, hatten Thea und ich diese beiden genutzt)… Nachdem wir unser Mittagessen mit Blick beendet hatten, düsten wir soweit es ging nach Norden.

Der für Motorräder geeignete Fahrweg endete am nördlichen Ende des ABC Village. Um 14.40 Uhr traten wir von dort unsere Dschungelwanderung zum Monkey Beach an, den wir nach schweißtreibenden 50 Minuten erreicht hatten.





Nachdem wir gleich zu Beginn eine lange grüne Schlange direkt am Wegesrand zu Gesicht bekommen hatten, waren wir entsprechend aufmerksam. Überall fleuchte und kreuchte es, meist waren es Echsen von Eidechsen- bis Warangröße, die uns ab und zu überraschten. Affen selbst bekamen wir dann auf dem Rückweg des malerisch gelegenen Monkey Beach, an dem nur wenige Touristen verweilten und an dem wir uns etwa eine Stunde aufhielten, zu sehen. Nachdem es immer mehr wurden und wir von Attacken gehört hatten, gingen wir alsbald weiter. Kurz vor 17.30 Uhr waren wir wieder an unserem Motorrad Stellplatz in der ABC Village. Kurz später stoppten wir an einem netten Strand-Restaurant, an dem wir ein frühes Abendessen und kühle Getränke zu uns nahmen. Die meisten Restaurants schlossen hier tatsächlich bereits um 19.00 Uhr. Auf dem anschließenden Rückweg legten wir noch mal einen Strandstop am Tekek Beach ein. Hier sahen wir zahlreiche Bäume mit hunderten von Fledermäusen bestückt.


Obwohl wir die Sonne nahezu im Meer versinken sahen, mochten die Fledermäuse noch nicht aufbrechen. Wir fuhren im Restlicht zu unserer Unterkunft zurück, wo nur noch Erholung und kühle Drinks auf dem Programm standen.
Tag 7 – Di, 26.08.25 – Pulau Tioman – Island Hopping, Juara Beach (30°, Sonne und leichte Bewölkung)
Nachdem wir um 8.15 Uhr aufgestanden waren und kein geöffnetes Restaurant in der unmittelbaren Umgebung gefunden hatten, bedienten wir uns für unser Frühstück aus dem unserem Hotel angeschlossenen Minimarkt. Um 9.40 Uhr wurden wir von einem Pick-up abgeholt und zum Hafen gefahren, von wo wir gegen 9.50 Uhr mit zehn anderen Personen zusammen zu unserem Island Hopping aufbrachen. Erster Stopp war der Long Beach auf Coral Island (Pulau Tulai), wo wir relaxten und ich meine Drohne flog.







Nach etwa 40 min Aufenthalt ging es über einen ca. 30-minütigen Schnorchelstop am Malang Rock, an dem es viele bunte Fische zu sehen gab, weiter zum ebenfalls auf Coral Island befindlichen Genting Beach. Hier ankerte unser Boot etwa 100 m vor dem Strand, so dass wir diesen anschwimmen konnten.

Nach weiteren 30 min setzten wir unsere Fahrt zum Salang Village, das in der gleichnamigen Bucht der Pulau Tioman gelegen war, fort. Dort nahmen wir in einem großen, direkt am Strand gelegenen indischen Restaurant ein leckeres Mittagessen zu uns.



Ein weiterer Drohnenflug rundete den Aufenthalt ab, …


bevor es nach 40 min über zwei weitere jeweils 30-minütige Schnorchelstopps an der Soyak Island sowie Renggis Island zurück nach Tekek Village ging.


An letzterem Spot gab es erneut kleine Haie zu sehen, die wir allerdings nicht vor die Kamera bekamen. Gegen 16.00 Uhr endete eine schöne und abwechslungsreiche Bootstour. Nach einem kühlen Getränk an unserer Unterkunft nahmen wir uns ein Taxi auf die andere Seite der Insel. Auf der Ladefläche eines Pick-ups ging es in abenteuerlicher Fahrt über den bewaldeten Kamm der Insel zum östlich gelegenen Jura Beach. Die steile Straße durfte offiziell nur von Allradfahrzeugen befahren werden, ein Hinweisschild sowie die Anmerkungen der Motorradverleihe ließen eine Transfer mit dem Motorrad nicht zu – obwohl dies technisch und aufgrund der durchgehenden Asphaltdecke möglich wäre und auch von einigen Einheimischen praktiziert wurde.


Nach Bezug unserer direkt am Strand gelegenen Unterkunft Tiongman Ressort ging Thea noch schnell „ein paar Wellen einfangen“, bevor wir duschten und in einem lokalen Restaurant ein weniger lokales Abendessen zu uns nahmen (hier wurden ausschließlich Burger und Roti Juan zubereitet). Das Geräusch der Brandung ließ uns später schnell einschlafen.
Tag 8 – Mi, 27.08.25 – Pulau Tioman – Juara Beach (30°, Sonne und Wolken)
Mit herrlichem Strandblick startete unser Morgen.


Da sich unser Bargeld dem Ende neigte und allen Aussagen zufolge am Juara Beach nur Barzahlungsmöglichkeit bestehe, hatten wir schon die Befürchtung, unsere Mahlzeiten für den letzten Tag reduzieren zu müssen 😉 Letztlich akzeptierte das Juara Muntiara Café aber doch Kreditkarten als auch zahlte unser Tiongman Ressort gegen akzeptable 3% Gebühr Bargeld aus (via Kreditkarte). Also ließen wir uns zunächst ein Frühstück im genannten Strandcafe schmecken.

Nachdem wir den Vormittag vornehmlich mit Baden verbracht hatten, brachen wir anschließend zu einer Strandwanderung in Richtung Süden auf, u.a. mussten wir dazu ein kurzes Stück Dschungel durchqueren, um zum Mentawak Beach zu kommen. Dort gönnten wir uns im Driftwood Restaurant ein lokales Essen.




Anschließend setzten wir unseren Spaziergang bis zum südlichen Ende (Schildkrötenaufzuchtstation) fort.


Nach einem erneuten Badestopp brachen wir um 14.30 Uhr zum Rückweg auf. Um 16 Uhr liehen wir uns für eine Stunde ein Kanu, mit dem wir erneut – diesmal auf dem Wasserweg – den Mentawak Beach ansteuerten, was aufgrund des Wellengangs gar nicht so einfach war. Anschließend stand nur noch ein Abendessen auf dem Programm. Mit dem Santai Restaurant, das neben einer QR-Code-Speisekarte und Kreditkartenzahlungsmöglichkeit das bislang beste lokale Essen bot, fanden wir den geeigneten Ort dafür. Wir bestellten Reis mit Hühnchen süß-sauer, Gemüsecurry und Nudeln (Mehong Goreng) – und das ganze für gerade mal umgerechnet 10 EUR incl Getränke.
Tag 9 – Do, 28.08.25 – Pulau Tioman, Weiterfahrt zum Taman Negara NP (30°, bewölkt, abends während der Fahrt Starkregen)
Thea badete bereits kurz nach 8 Uhr im Meer, Juliet und ich setzten uns auf die Terrasse.

Um 9.30 Uhr nahmen wir in einem kleinen Restaurant ein Frühstück zu uns. Aufgrund einer örtlichen Feier waren nahezu alle Restaurants geschlossen. Kurz vor 11 Uhr checkten wir aus. Dass das Schloss an unserer Bungalowtür defekt war und wir nicht abschließen konnten, war zu keinem Zeitpunkt ein Problem – hier auf der Insel war alles super sicher. Rudy vom Tiongman Ressort fuhr uns mit seinem Pickup nach Tekek. Die Fahrt dauerte von 11.00 Uhr bis 11.23 Uhr. Obwohl die Fähre nach Mersing statt um 12.00 Uhr erst um 12.45 Uhr ablegte, „schafften“ wir dennoch die großzügig angegebene Ankunftszeit von 14.30 Uhr. Damit verblieb nicht mehr so viel Zeit mit Tageslicht, so dass wir uns gleich auf den Weg zum Taman Negara Nationalpark machten. Die 420 km erforderten einige Konzentration, vor allem nach Anbruch der Dunkelheit, da Starkregen, auf der Fahrbahn liegende Bäume, die blendenden oft falsch eingestellten Scheinwerfer des Gegenverkehrs und die mäßige Kurvenlage des Mietwagens ihr übriges beitrugen. Immer wieder erhellten grelle Blitze die ansonsten in Finsternis liegenden letzten 100 km durch Wald führende Straße und stieg von der Feuchtigkeit herrührender Dampf von der Fahrbahn auf – ein perfektes Setting für einen Horrorfilm. Kurz nach 22 Uhr hatten wir nach drei Stopps (einmal für Tanken und Geld abheben, einmal zum Essen und einmal zum Einkaufen) unser sehr schönes Tebing Guesthouse vor den Toren des Nationalparks erreicht.
Tag 10 – Fr, 29.08.25 – Taman Negara NP, Weiterfahrt in die Cameron Highlands (29°, sonnig)
Wir standen gegen 7.30 Uhr auf und setzten bereits um 8.30 Uhr per Bötchen über den hiesigen Fluss in den dahinterliegenden Taman Negara Nationalpark über.


Um 9.00 Uhr begannen wir unsere Dschungelwanderung, zu der wir uns extra dickere Socken angezogen und großzügig mit Moskitospray eingesprüht hatten. Wir bestiegen den Teresek Hill, was größtenteils über Plankenpfade und Stufen erfolgte.



Dabei bekamen wir eine grüne Viper, zahlreiche riesige Ameisen, Eichhörnchen und blaue Vögel, die wir nicht genauer identifizieren konnten, zu sehen. Obwohl der Bukit Teresek Loop nicht mehr als self guided tour angeboten wurde und die anderen Leute am Teresek Hill alle umdrehten und den selben Weg zurücknahmen, meinte ein Guide auf meine Anfrage, dass wir unseren geplanten Weg schon gehen könnten, wenn wir vorsichtig seien. Genau genommen war dies der schönste Teil der Strecke: zum Teil erschwerte Wegfindung und Blutegelattacken machten das Wandern etwas anspruchsvoller, jedoch hörten wir hier in völliger Ruhe die kreissägenartigen Geräusche der Zikkaden sowie die Gibbons. Immer wieder hörten wir schwerere Tiere in der Nähe durch den Busch „knacken“ ohne sie zu sehen. Letztlich bewältigten wir diesen deutlich anspruchsvolleren Weg durch den Regenwald mit nur einem eingefangenen Blutegel, der es tatsächlich geschafft hatte, sich unbemerkt durch eine von Theas dicken Trekkingsocken zu beißen. Der letzte Teil der insgesamt 5.5 km Wegstrecke führte am Fluss vorbei. Verwunderlicher Weise hatten wir aber weder letzte Nacht im Zimmer noch auf dem heutigen Trek Probleme mit Moskitos gehabt. Gegen 13.38 Uhr brachen wir nach einem leckeren und reichhaltigen Mittagessen in einem der unmittelbar gegenüber dem Nationalpark gelegenen floating restaurants…


in Richtung Hochland auf, um 18.15 Uhr fanden wir einen Parkplatz gegenüber unserem Hotel Rose Crest Hill in Tanah Rata (1440 m ü. NN). Während die meisten Menschen hier Jacken trugen, empfanden wir die vorherrschenden Temperaturen (wohl um 20 Grad) als sehr angenehm.
Tag 11 – Sa, 30.08.25 – Cameron Highlands, Kuala Lumpur (22° bzw. 30°, vormittags leicht bewölkt, nachmittags bewölkt)
Nachdem wir um 7.45 Uhr aufgestanden waren und ein Tagesparkticket für den gestern Abend ergatterten Parkplatz gelöst hatten, machten wir uns um 8.45 Uhr über die ausgewiesenen Trails 10 und 6 auf den Weg zu den hiesigen Teeplantagen. Um 9.08 Uhr standen wir vor dem Zaun, hinter dem der Trail 10 begann. Nach erfolgreichem Übersteigen (was tatsächlich so gedacht war) folgte ein schweißtreibender Aufstieg über Wurzeltreppen und Leitern durch dschungelartigen Wald, bis wir um 9.40 Uhr auf dem Gipfel des mit knapp über 1700 m angegebenen Gunung Jasar standen.


Die Wolken waren unmittelbar vorher aufgezogen und gewährten einen tollen Blick über die umliegende grüne Landschaft der Cameron Highlands. Nach einigem Hin und Her und dem Abwägen der Vor- und Nachteile des Trails 6 (der eine direkten Abstieg in Richtung Teeplantagen vollzog) und des Ridge Trails (der zunächst auf der Höhe blieb und maps.me zufolge einen späteren – vermutlich sehr steilen – Abstieg zum Trail 6 hin ermöglichte) entschieden wir uns für den Trail 6, den wir letztlich um 10.17 Uhr antraten. Durch zum Teil stark zugewachsene Passagen und steile mitunter lehmige Abstiege kämpften wir uns durch zunächst dichten Moos-/Farnwald, der sich später zunehmend öffnete.


Schließlich passierten wir ein kleines Dorf und durchschritten auf den letzten Kilometern Teeplantagen, für deren Passieren ein kleiner Obulus fällig wurde, da es sich um Privatgelände handelte. Nach ca. 12 Minuten Pause und nochmal etwa 10 Minuten Zeit für einen Drohnenflug erreichten wir um 11.55 Uhr den „Vergnügungsbereich“ der Plantage (Blütengarten und Spielplatz)…


und beendeten unsere Wanderung um 12.16 Uhr am Tea House. Hier nahmen wir ein Mittagessen ein und genossen dabei noch einmal einen herrlichen Blick über die Teeplantagen. Da wir die fast 5 km zurück über die Asphaltstraße nicht zu Fuß laufen wollten, suchten wir nach einer Mitfahrgelegenheit – und fanden diese sehr schnell in einer vierköpfigen malaysischen Familie, die uns drei Plätze in ihrem Van anbot und mit nach Tanah Rata nahm. Um 13.30 Uhr fuhren wir mit unserem Mietwagen zurück nach Kuala Lumpur, das wir um 16.20 Uhr erreicht hatten. Unser Hotel lag sehr zentral und verfügte glücklicherweise über einen eigenen Parkplatz. Gegen 17.30 Uhr waren wir bereits wieder unterwegs und fuhren mit der Metro zum Independence Square, wo sich auch das Rathaus und die große Moschee befanden. Aufgrund des morgen anstehenden Unabhängigkeitstages blüte hier das Leben und der große Rasenplatz wurde von hunderten Leuten frequentiert, die der gebotenen Livemusik lauschten.


Wir aßen im Tang City Food Court zu Abend…


und gingen dann noch zu Fuß zum Merdeka Square, an dem sich der recht neu errichtete gleichnamige Hochhausturm Merdeka 118 befand. Bislang war allerdings lediglich das in diesem Wolkenkratzer befindliche Hyatt Hotel eröffnet, sämtliche Aussichtplattformen waren noch nicht zugänglich.

Um 20.30 Uhr fuhren wir mit der Metro zurück zum Hotel.
Tag 12 – So, 31.08.25 – Kuala Lumpur, Weiterflug nach Kota Kinabalu (30°, Sonne und Wolken)
Kurz nach 9.00 Uhr brachen wir erneut zu einer Stadtbesichtigung Kuala Lumpurs auf, die uns diesmal zu den bekannten Petronas Towers und dem umliegenden Park führte.

Um 11.00 Uhr fuhren wir nach einem frühen Mittagessen mit der Metro ab KLCC wieder zurück zum Hotel, wo wir unmittelbar auscheckten und in Richtung Flughafen fuhren. Die Abgabe unseres Mietwagens verlief problemlos und wir waren mit unserer Kilometerlaufleistung wie vorab kalkuliert knapp (20 km) unter der Frei-Kilometergrenze von 1500 km geblieben. Die gestern noch nachgeladenen 20 MYR an Mautgeld hätte ich mir (fast) sparen können, da letztlich 19.73 MYR ungenutzt auf der Karte verblieben sind. Der Tankwart hatte noch gemeint, dass ich mindestens 30 MYR nachladen müsse, meine Vorabrecherche hatte um die 10 MYR ergeben – demnach war 20 MYR der Kompromiss gewesen. Somit belief sich die gesamte Mautgebühr unserer Festlandrundreise auf gerade mal umgerechnet 12 EUR, die Spritkosten für die knapp 1500 km betrugen exakt 35 EUR! Unser Weiterflug der Malaysian Airlines nach Borneo ging pünktlich um 15.40 Uhr raus. Das Essen an Bord war für Flugzeuggerichte hervorragend – wir hatten Satee‘ Spieße mit Reis und Erdnuss Soße, Nudeln mit Rindfleisch bzw. Reis mit Garnelen, dazu jeweils einen Kuchen als Nachspeise und Erdnüsse als Snacks. Nach Landung der Boeing 737-800 funkten wir BSE Car Rentals an, die einen Kollegen mit dem für uns bestimmten Mietwagen, einem Perodua Axia, vorbeischickten. Der Vertreter wollte weder meine Papiere sehen, noch musste ich etwas unterschreiben, die Bezahlung lief bar vor Ort. Nach Vereinbarung der Rückgabedetails fuhren wir zum Hotel Five 2, das wir für die nächsten beiden Nächte gebucht hatten.
Tag 13 – Mo, 01.09.25 – Kota Kinabalu (30°, vormittags Regen, nachmittags abnehmende Bewölkung)
Wegen des gestrigen und heutigen Feiertags war das Parken in den Straßen kostenlos, weshalb wir unser Fahrzeug unbesorgt auf den gelb markierten Parkplätze in unmittelbarer Hotelnähe abstellen konnten. Um 8.15 Uhr besuchten wir zunächst ein unweit gelegenes indisches Restaurant, in dem wir für gerade mal 17 MYR = 3.50 EUR (zusammen!) frühstückten. Um 8.50 Uhr brachen wir dann per Auto in Richtung Kinabalu Nationalpark auf. Auf den serpentinenartigen Bergstraßen holte ich alles aus unserem 1 dm³ Hubraum des kleinen Perodua Axia heraus. Leider zog zunehmend Regen auf und vor Ort regnete es sehr stark und die Wolken hingen so tief, dass wir nicht einmal das Schild „Mountainview“ sehen konnten – geschweige denn den Berg selbst. Da es bei diesem Wetter keinen Sinn machte, eine Dschungelwanderung zu starten, trafen wir schweren Herzens die Entscheidung, zurückzufahren. Diesmal zog sich wegen erhöhten Verkehrsaufkommens die Fahrt von 10.30 Uhr bis 12.45 Uhr. Zurück in Kota Kinabalu gingen wir zunächst mal philippinisch essen. Nach einer ausgedehnten Mittagspause machten wir uns dann bei wieder schöner werdendem Wetter zum Tanjung Aru Beach auf. Thea nutzt die Gelegenheit und nahm einen einstündigen Stand-Up-Paddelkurs.



Später konnten wir dann beobachten, wie es hunderte von Schwimmer und SUPler ins Wasser zog, um einen der legendären Sonnenuntergänge aus erster Reihe wahrzunehmen. Trotz noch vorherrschender (Teil-)Bewölkung konnte sich der Sonnenuntergang sehen lassen. Um 19 Uhr war der Spuk dann vorbei. Wir zogen uns für die nächsten Tage noch etwas Bargeld an einem ATM und kehrten zum Hotel zurück.
Tag 14 – Di, 02.09.25 – Weiterflug nach Sandakan, Kinabatangan River (31°, sonnig)
Da der Kollege von BSE Car Rentals nicht wie vereinbart für die Rücknahme des Mietfahrzeugs am Flughafen erschienen war, wir aber unseren Flug nach Sandakan erwischen mussten, stellten wir das Auto am Seitenstreifen ab und legten den Schlüssel auf die Bremsscheibe des rechten Vorderrads (so hatten wir es mit ihm dann per WhatsApp abgesprochen). Der gute Mann, der ja keinerlei persönliche Daten von uns hatte, konnte froh sein, dass wir das Fahrzeug unversehrt und mit dem vereinbarten Tankvolumen zurückgebracht hatten…Von den 300 Frei-km hatten wir gerade mal 204 km gebraucht. Unser Air Asia Flieger flog pünktlich um 8.50 Uhr ab und landete 50 Minuten später in Sandakan.

Diesmal wollte die Autovermietung – ebenfalls BSE – Führerschein und Ausweispapiere sehen, bevor sie uns einen Perodua Axia aushängigten.

Man merkte recht schnell, dass die Straßen und Restaurants einfacher wurden, je weiter man nach Borneo vordrang. Unser frühes Mittagessen nahmen wir daher direkt in Sandakan und vorsichtshalber bei KFC ein. Um 11.15 Uhr fuhren wir weiter, zunächst über einen sehr gut geteerten Highway, später über zunehmend schlechtere Straßen mit riesigen Schlaglöchern. Einmal setzte unser Wagen böse auf. Um 13.15 Uhr bezogen wir unsere tolle, direkt am Kinabatangan River gelegene und aus mehreren Holzbungalows bestehende Anlage.

Nach einer kleinen Ruhepause starteten wir zusammen mit ein paar anderen Touristen um 16.00 Uhr zu einer zweistündigen Fluss-Safari. Dank unseres Guides bekamen wir einige Tiere zu sehen, darunter Reiher, Makaken, Silberhaubenlanguren, ein Krokodil, Nashornvögel (darunter sogar die selteneren Silberkronen-Nashornvögel, die allerdings kein Horn tragen) und Nasenaffen – mit den drei letztgenannten Tierarten also sogar drei der „Borneo Big 5“.





Die noch fehlenden Zwergelefanten sind nur schwierig anzutreffen, bzgl. der Orang Utans hofften wir auf spätere Touren oder notfalls die Aufzuchtstation in Sepilok. Um 18.30 Uhr gab es ein Abendessen in der Unterkunft – ein Buffet aus Reis, Flussspinat, Kartoffeln mit Rindfleisch und Kürbis, dazu Wassermelone. Nach dem Abendessen (um 19.20 Uhr) ging es gleich weiter mit einer Nachtsafari.


Unser Bootsführer bog alsbald vom Kinabatangan River in einen schmalen Seitenkanal ab. Hier kam wahres Dschungelfeeling auf. Mit einer starken Lampe wies unser Guide immer wieder auf am Rand befindliche Tiere hin. Wir bekamen ein Krokodil, einen Kingfisher-Vogel und Nasenaffen zu sehen. Nach einer guten Stunde kehrten wir zurück und gingen schlafen, um für die frühe Morgentour fit zu sein.
Tag 15 – Mi, 03.09.25 – Kinabantangan River, Labuk Bay, Sepilog (31°, sonnig)
Um 6 Uhr in der Frühe starteten wir zu unserer dritten, abermals 2 Stunden dauernde Flusssafari, die uns über den Kinabatangan River zum Oxbow Lake führte. Neben Nasenaffen bekamen wir u.a. Sneak Head Birds, Stork King Fisher Birds, Bushy crested hornbills, Braunbarbets und Adler zu sehen.


Nachdem wir aus unserem Proviant gefrühstückt hatten, fuhren wir gegen 9 Uhr zurück in Richtung Sandakan. Obwohl wir bei der Safari bereits zahlreiche Nasenaffen gesehen hatten, entschieden wir uns dennoch, zusätzlich noch der Labuk Bay einen Besuch abzustatten. Diese hatten wir um 11 Uhr erreicht. Hier wurden die Tiere durch gezielte Fütterungen angelockt. Die Fütterung um 11.30 Uhr versammelte dann tatsächlich nochmal Nashornvögel und Nasenaffen für uns, so dass wir nochmal einige Nahaufnahmen machen konnten.


Den Preis, der pro Person dem einer Flusssafari entsprach, fanden wir dennoch nicht gerechtfertigt, zumal keine der Einnahmen in die erbärmliche Zufahrt der Anlage, auf der unser Auto mehrmals aufsetzte, zu fließen schien. Um 12 Uhr fuhren wir zur Orang Utan-Aufzuchtstation in Sepilok, wo wir gehen 12.40 Uhr die mittägliche Schließung zunächst für ein Mittagessen im dortigen Restaurant nutzten. Pünktlich um 14 Uhr betraten wir mit der nachmittäglichen Öffnung dann die Anlage. Hier war die Preispolitik mit gerade mal der Hälfte des vorherigen Preises absolut in Ordnung und die Anlage mit großzügigen und pflegeaufwändigen Plankenpfaden gestaltet. Zunächst widmeten wir uns der Pflegestation, wo durch eine Glasscheibe wie in einem Zoo die in Pflege befindlichen Orang Utans in ihrem Gehege beobachtet werden konnten. Hier tummelte sich eine lustige vierköpfige Affenfamilie. Bis hierher gab es quasi die Garantie, Tiere anzutreffen. Die um 15 Uhr stattfindende Fütterung im Freien sah dann so aus, dass ein Pfleger im offenen Gelände Futter zur Verfügung stellte. Hier kam es nun darauf an, ob die sich in der weitläufigen Anlage, die Teil des Dschungels war, befindlichen Tiere bereits ausreichend selbst versorgen konnten oder noch ein Bedarf zusätzlicher Nahrungsaufnahme bestand. Wir hatten Glück!


Über einen Zeitraum von ca. 30 min beobachteten wir von einer Freilufttribüne aus die Futterstelle, an der sich in dieser Zeit fünf Affen aus freier Wildbahn einfanden, die sich weder durch uns „Zuschauer“ noch durch zwei freche Eichhörnchen, die Teile der für die Affen gedachte Nahrung klauten, beirren ließen. Um 15.40 Uhr fuhren wir nach Sandakan, wo wir nur noch unser einfaches Hostel bezogen und etwas essen gingen. Da ich feststellen musste, dass die von mir eingeplante Bushaltestelle die falsche für die morgige Fahrt nach Semporna war, informierte ich kurzerhand die Autovermietung, dass ich das Fahrzeug am nächsten Morgen statt an der Busstation City Center an der (für sie ohnehin besser gelegenen) Station „Sandakan Central“ zurückgeben würde. Im Rahmen dieser Korrespondenz kam heraus, dass ich die beiden Fahrzeugmieten bei BSE doppelt bezahlt hatte (zusätzlich zu den beiden Zahlungen vor Ort hatte ich die Gesamtsumme bereits vor über einem halben Jahr transferiert). Der Kollege der Sandakan Station sagte mir zu, mir „seinen“ Anteil morgen bei der Fahrzeugübergabe in bar zurückzuzahlen. Jetzt musste ich nur noch zusehen, die nicht quittierte Barzahlung aus Kota Kinabalu zurückzuerhalten.
Tag 16 – Do, 04.09.15 – Weiterfahrt nach Semporna (30°, sonnig)
Die Fahrzeugübergabe und erste Rückerstattung funktionierte problemlos, von den 300 Frei-km hatten wir 299 km ausgeschöpft.
Es standen so viele neue Busse (auch von Sida Ekspres, bei denen wir gebucht hatten) vor dem Terminal, leider blieb für uns für die heutige Strecke nach Semporna nur ein recht runtergekommener Bus übrig. Wir rechneten damit, dass Semporna die schäbigste und ärmste Stadt auf unserer Rundreise sein würde – aufgrund einer Vielzahl philippinischer Migranten und entsprechender Hinweise auf der Seite des auswärtigen Amtes.
Der Fahrer fuhr erwartungsgemäß zu schnell, jedoch war es weniger schlimm als erwartet – mit der Raserei öffentlicher Verkehrsmittel hielt es sich in Malaysia glücklicherweise in Grenzen. Wir fuhren durch üppige grüne Landschaft, passierten jedoch auch jede Menge Palmölplantagen.


Inklusive eines Tankstopps, einer etwa 20-minütigen Mittagspause an einem Straßenrestaurant, ein paar „Warenübergabestopps“ und einem Stopp an einem Polizei-Checkpoint benötigten wir gute 6 Stunden und kamen um 14.05 Uhr in Semporna an.
Die Stadt Semporna entpuppte sich tatsächlich als wenig attraktiv, u.a. gab es zahlreiche bettelnde Kinder – aber letztlich kam man ja nicht wegen der Stadt hierher, sondern wegen der herrlichen vorgelagerten Inseln. In unserer sehr schönen Unterkunft Casa Casa zahlten wir die beiden vorreservierten Island Hopping Touren, relaxten ein wenig und gingen noch etwas essen.
Tag 17 – Fr, 05.09.25 Celebes Sea Island Hopping (28°, Sonne und Wolken)
Wir standen um 6.30 Uhr auf und gingen um 7.00 Uhr ins um die Ecke unserer Unterkunft gelegene Secawan Café, das das in unserer Übernachtung enthaltene Frühstück servierte. Das Café war ausgesprochen stylisch und das Essen sehr gut, wegen der vergleichsweise hohen Preise hätten wir uns als Selbstzahler aber wohl nicht hier eingefunden.

Die Abholung zu unserer Tour erfolgte nahezu pünktlich kurz nach 8 Uhr, so dass wir kurze Zeit später unser Boot bestiegen. Statt der angekündigten 12 Personen waren letztendlich 22 Personen an Bord des von Dive Monster betriebenen Bootes, letztlich passte aber alles andere (gute Qualität des Schnorchelequipments, Zurverfügungstellung von Handtüchern, Flaschenwasser und Lunch Box, keine zusätzlichen Kosten). Der erste Stopp erfolgte unweit des Jettis, wo der Veranstalter ein entsprechendes Permit einholen musste – was mindestens 30 Minuten dauerte.

Negativ auffällig war die unglaublich intensive Verschmutzung des Hafenbeckens durch Plastikmüll, die laut Bestätigung unseres Bootsführers von den Einheimischen verursacht wurde. Kurz vor 9.00 Uhr starteten wir zur ersten Insel Bohey Dulang, die wir nach ca. 30 Minuten erreicht hatten. Dort zogen wir alle unsere mitgenommenen festen Schuhe an und bestiegen über eine Distanz von 700 m und einer Höhendifferenz von 352 m die höchste Erhebung der Insel. Die vom Guide vor Ort mit 1 h angegebene Besteigungszeit unterboten wir drastisch (wir benötigten 25 Minuten), ich glaube jedoch, dass ich noch nie etwas so schweißtreibendes gemacht habe – die Klamotten waren anschließend so nass als hätte ich mich komplett ins Wasser gesetzt. Hinzu kam, dass durch den Regen der letzten Tage der Untergrund sehr lehmig und rutschig war und wir unsere Schuhe komplett einsauten. Insbesondere bei nassem Untergrund würde ich empfehlen, statt der eigenen festen Schuhe die Gummischuhe vor Ort (für m.W. 5 MYR) auszuleihen, um anschließende aufwändige Säuberungs- und Trocknungsaktionen zu sparen.


Gelohnt hat sich der Aufstieg aber allemal, da er einen atemberaubenden Blick auf die unter uns liegende Doppelbucht gewährte.


Auch den 600 m langen Abstieg bewältigten wir ohne Ausrutscher, so dass wir um 10.36 Uhr wieder am Anlegesteg waren und eigentlich gedacht hatten, nochmal schnell ins Wasser zu springen, da die anderen noch einige Zeit auf sich warten lassen würden. Wir wurden jedoch darauf hingewiesen, dass Baden hier nicht möglich sei – angeblich wegen Schlangen (obwohl ich das anzweifle).



Um 11.40 Uhr setzten wir schließlich unsere Tour fort und legten kurze Zeit später an Mantabuan Island an, wo wir Wasser und Lunchboxen zum Mittagessen ausgehändigt bekamen. Hier merkte man erstmals etwas von der seitens Malaysia eingerichteten ESS-Zone, einer Sicherheitszone gegen philippinische Terroristen (Abu Sayaf) und Piraten, da das Militär einen Posten auf der kleinen Insel hatte. Entsprechend waren Drohnenflüge hier leider genauso verboten wie auf der vorherigen Insel. Wir fuhren kurz weiter zu einem der Insel vorgelagerten Schnorchelspot, der der beste bisher in Malaysia war!




Gegen 13.20 Uhr brachen wir dann zur dritten und letzten Insel für heute auf – Sibuan Island. Hier befand sich ein mit Maschinengewehren ausgestatteter militärischer Beobachtungsturm und durften wir nur die Sandbank und nicht den übrigen Teil der Insel betreten. Die Sandbank erinnerte an das philippinische Kalanggaman. Um 14.30 Uhr legten wir nochmal einen Schnorchelstop unmittelbar neben Sibuan Island ein. Auch hier waren noch intakte Korallen zu sehen und gab es eine Vielzahl bunter Fische verschiedener Größen. Um 15.10 Uhr machten wir uns auf den Rückweg, so dass wir gegen 15.40 Uhr wieder Semporna erreicht hatten. Anschließend wurden wir zurück zu unserer Unterkunft gefahren. Zum Abendessen machten wir uns erneut zum Hafen auf – diesmal zu Fuß. Hier konnten wir das rege Treiben auf dem Fischmarkt beobachten und nahmen wir ein Abendessen an der Waterfront ein.


Tag 18 – Sa, 06.09.25 – Celebes Sea Island Hopping (28°, sonnig)
Nach einem erneut guten Frühstück im Secawan Café…

wurden wir heute erst um 8.25 Uhr von einem Minibus zu unserer heutigen Insel Hopping Tour abgeholt. Wir gingen als letzte von insgesamt 12 Personen an Bord unseres Bootes (wieder von Dive Monster) und trafen dabei vier der gestrigen Passagiere wieder. Das Einholen des Permits ging diesmal schnell und war um 8.43 Uhr beendet. Dann ging es zum ersten Stopp, der Insel Timba Timba. Da diese in unmittelbarer Nähe zur philippinischen Grenze liegt, dauerte die Fahrt heute schon deutlich länger als gestern, nämlich 52 Minuten. Damit endete sich erfreulicherweise, aber auch das Wetter: hatte es in Semporna noch leicht geregnet, so schien hier herrlich die Sonne. Die Insel war lang gezogen und verfügt über eine tolle Sandbank. Hier war es mir sogar möglich, mit der Drohne zu fliegen.



Um 10.25 Uhr legten wir wieder ab und fuhren einen Schnorchelspot an. Dort verweilten wir 30 min. Neben verschiedenen Fischen bekamen wir eine gigantische Meeresschildkröte zu sehen!



Um 11.05 Uhr legten wir zur Mittagspause an Mataking Island an. Auch hier konnte ich die Insel wieder aus der Vogelperspektive aufnehmen. Außerdem gab es am Strand kostenfreie Liegen und Sonnenschirme.






Um 12.45 Uhr fuhren wir weiter zum nächsten, nicht allzu weit weg gelegenen Schnorchelspot.


Hier gab es gleich mehrere Schildkröten zu bewundern, zudem eine noch recht intakte Korallenwelt.


Um 13:35 Uhr fuhren wir dann weiter zu einer Schnorchelstelle vor der letzten Insel, Pom Pom Island. Die Insel selber durften wir leider nicht betreten, da sie wie so viele andere Inseln in Privatbesitz ist. Hier nutzte ich den Stopp für ein paar Drohnenaufnahmen von unserem Boot aus. Gegen Ende der Schnorchelzeit mussten einige Schnorchler feststellen, dass plötzlich eine starke Gegenströmung eingesetzt hatte, die die Personen auf das Meer hinaustrieb. Auch Thea merkte, dass sie nicht mehr wirklich vorwärts kam. Wären Sie mit ihrem Schwimmring von einem starken Schwimmer des Veranstalters zum Boot zurückeskortiert wurde, mussten wir andere, die weiter abgetrieben waren, später mit dem Boot einsammeln. Um 14.20 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Semporna.


Hier stand nur noch ein leckeres Abendessen an der Waterfront auf dem Programm.

Tag 19 – So, 07.09.25 – Abdul Rahman Marine Park (29°, Sonne & Wolken, abends regnerisch)
Um 4.30 Uhr holte uns unser vorbestelltes Grab Taxi an unserer Unterkunft ab. Das erste, was der Fahrer tat, war, darauf hinzuweisen, dass die Abgaben an Grab viel zu hoch seien und der gebuchte Tarif viel zu billig und er gerne 20 MYR = 4 EUR mehr hätte – aus meiner Sicht zwar eine fragwürdige Praxis, da er sehr angenehm gefahren ist und die 82 km zum Tawau Airport in 1h 10min souverän gemeistert hat, kam ich der Bitte aber gerne nach – schließlich war der Gesamtpreis von 21.50 EUR immer noch ein Traum für Europäer. Der kleine Flughafen in Tawau erwachte erst gegen 6 Uhr und unser Flieger der Air Asia ging pünktlich um 7.40 Uhr nach Kota Kinabalu raus und landete dort keine 50 min später auch überpünktlich.

Die Beinfreiheit war eine Zumutung, dafür genossen wir einen herrlichen Blick beim Landeanflug. Vor Ort in Kota Kinabalu musste ich nicht allzulange warten, bis mir ein Mitarbeiter von der BSE-Autovermietung den überbezahlten Betrag aushändigte. Wir buchten für sensationelle 75ct (was einem 1 EUR-Rabatt bei Grab zu verdanken war) ein Grab Taxi zu unserem Hotel, wo wir zunächst eine kurze Verschnaufpause einlegten, bevor wir um 10.15 Uhr zu Fuß zum Jesselton Point aufbrachen. Dort nahmen wir als erstes ein überraschend gutes und großes Mittagessen an einem der Essstände im Terminal ein.

Anschließend kaufte ich ein 2-Insel-Ticket und wir fuhren zunächst mit dem Motorboot nach Manukan Island, wo wir bis 14 Uhr Zeit hatten.


Der Strand war um diese Zeit zwar relativ voll, dennoch konnten wir uns gut erholen. Ein Mitarbeiter wies mich freundlich daraufhin, dass es für Drohnenflüge ein speziellen Permits bedurfte, dessen Ausstellung ca. 150 MYR kostete und mindestens 2 Wochen in Anspruch nahm (zu diesem Marine-Verbund gehörte übrigens auch die in der Celebes See besuchte Bohey Dulang Island). Da eine Strafe mit 500 MYR geahndet wurde, verzichtete ich gerne. Danach ging es zur Insel Sapi, die kleiner war, aber ebenfalls über einen schönen Strand und Duschen/Toiletten verfügte.
Hier war weniger los und man konnte kleine Quallen und Fische im Wasser beobachten.





Um 16 Uhr wurden wir als eine der letzten abgeholt. Über Kota Kinabalu sahen wir dunkle Wolken hängen und tatsächlich begleitete uns nach dem Schönwettertag auf dem Fußweg zurück zum Hotel etwas Regen. Für den Abend stand nur noch ein Abendessen bei Jollibees und das Abheben von etwas Bargeld bei der AmBank an.
Tag 20 – Mo, 08.09.25 – Mulu NP (29°, vormittags sonnig, nachmittags regnerisch)
Wir hatten die Zeit, gemütlich aufzustehen, beim indischen Restaurant unweit des Hotels noch ein Roti-Frühstück zu uns zu nehmen und um 8.50 Uhr gemütlich mit einem Grab Taxi zum Flughafen KKIA zu fahren, da unser MASWings-Flug in den Mulu Nationalpark auf 10.50 Uhr terminiert war. Die Ausreise aus Sabah wurde analog zur Einreise separat gehandelt (allerdings nicht im Pass quittiert), obwohl wir mit dem Flugziel Mulu auf Borneo blieben. Unsere Propellermaschine hob überpünktlich mit gerade mal 11 Personen ab!


Die Geräusche des Fahrwerks und aus Richtung des Hecks waren wenig vertrauenserweckend, dennoch landeten wir sicher auf dem kleinen familiär wirkenden Dschungelflughafen.

Um 12.40 Uhr waren wir bereits wieder unterwegs – zunächst zum NP HQ, um unsere Touren zu bestätigen, dann zum Good Luck Café vor den Toren des Parks, um zu Mittag zu essen (hier gab es sogar WiFi!). Da dann etwas Regen einsetzte, gingen wir zunächst zur Unterkunft, wo Thea mit den kleinen Kätzchen spielen konnte. Um 15 Uhr machten wir uns bei trockenem Wetter auf den Weg zum Tree Top Tower. Vom Tower selbst sahen wir trotz der guten Höhe zwar keine Tiere, jedoch konnten wir auf unserem Rundweg durch den Dschungel Chamäleons, bunte Falter und Eidechsen beobachten.


Gegen 17 Uhr, also genau zum geplanten Abfahrtszeitpunkt unseres Longtailbootes setzte wieder Regen ein. Der durchführende Ranger entschied sich allerdings zur Durchführung des von uns gebuchten Sunset Cruises, so dass wir zusammen mit einem Pärchen aus Göttingen auf die vergebliche Suche nach einem Sonnenuntergang gingen. Man hätte die Tour m.E. seitens der Parkverantwortlichen auch absagen können, es wurde während der 1.5 h und dem nahezu ununterbrochenen Regen aufgrund des Fahrtwinds dann doch etwas kühl – war letztlich aber auch eine Erfahrung, den Regenwald mal hautnah zu erleben. Mit einer warmen Dusche konnte unser Homestay leider nicht dienen, aber nach dem Duschen wurde es dennoch schnell wieder warm. Um 19.30 Uhr nahmen wir bei unseren Gastgebern ein Abendessen zu uns: Hühnchen, blattspinatähnliches Gemüse, Reis und gedünstetes Gemüse.


Mit von der Partie waren eine Französin und ein Malaye, die ebenfalls Gäste in unserem Homestay waren.
Tag 21 – Di, 09.09.25 – Mulu NP (29°, vormittags sonnig, nachmittags regnerisch)
Nach einem Pfannkuchenfrühstück in unserem Homestay gingen wir in ca. 10 min zum Treffpunkt am Besucherzentrum, von wo aus wir um 08.45 Uhr zur gebuchten „Cave of the Winds & Clearwater Cave“-Tour aufbrachen. Hier trafen wir sowohl unsere beiden Homestay-Gäste als auch das deutsche Pärchen von gestern wieder. Zunächst ging es bei schönstem Wetter mit dem Longtailboot den Fluss entlang…


zu einem Handicrafts Market, wo Lokale selbstgefertigte Sachen verkauften. Anschließend besuchten wir die Kalksandsteinhöhle „Cave of the Winds“.


Nach einem Picknick um 11 Uhr betraten wir die imposante Clearwater Cave, die mit über 250 km die achtlängste Höhle der Welt (und die längste in Südostasien) markierte.





Danach brachte uns das Boot zurück zum Anleger (gegen 12.45 Uhr), so dass uns noch eine Stunde Zeit blieb, im Good Luck Café ein leckeres Mittagessen zu uns zu nehmen. Kurz vor 14 Uhr fanden wir uns wieder bei der Park Office ein, um die für nachmittags gebuchte „Fastlane Cave“-Tour wahrzunehmen. Wieder ging es per Boot den Fluss entlang und wieder setzte der hier scheinbar alltägliche nachmittägliche Regen ein. Nach etwa 10 min Bootsfahrt gingen wir zu Fuß in etwa 25 min zum Eingang der Lagang Höhe, die auch unter dem Namen Fastlane Cave vermarktet wurde. Diese unterschied sich von den beiden heute Morgen besuchten Höhlen, da sie zum einen Stalagmiten und Stalaktiten in besonders hoher Dichte bot und zum anderen nicht beleuchtet war und somit etwas mehr „Expeditionscharakter“ aufkam. Wer richtige Expeditionen sucht, dem seien allerdings die Höhlentouren mit „advanced level“ empfohlen, wo Höhlen abseits der Plankenpfade schwimmender und kletternder Weise erkundet werden (leider erst ab 16 Jahre, so dass dies für uns nicht in Frage kam). Wir bekamen zahlreiche Fledermäuse, eine Schlange sowie eine große Spinne zu sehen. Auch der Rückweg zum Jetti und die Rückfahrt mit dem Boot erfolgten bei strömendem Regen – nichtsdestotrotz hatte sich auch diese Höhlentour gelohnt (im Innern der Höhle war man ja trockenen Fußes unterwegs).
Die für heute Abend geplante Besichtigung des „Bat Exodus“, also dem Ausflug abertausender Fledermäuse in den Nachthimmel, sparten wir uns aufgrund des schlechten Wetters und der Aussage anderer Touristen, dass dieser bei solchem Wetter gemäß der letzten Tage nicht zu beobachten sei. Ein erneut leckeres Abendessen in unserer Unterkunft (Fisch süß-sauer, Reis, Auberginen, Ei) und für Thea das Spiel mit den zahlreichen (Haus-)Katzen rundete den Tag ab. Dabei gab es ein besonderes Aufeinandertreffen einer der Katzen mit einem Frosch!


Tag 22 – Mi, 10.09.25 – Mulu NP (28°, sonnig, regnerisch während des Flugs)
Diesmal zeigte sich nach einer regnerischen Nacht pünktlich zum Beginn unserer gebuchten Baumwipfeltour wieder die Sonne. Zusammen mit gerade mal 3 anderen Deutschen führte uns unser Guide durch den Busch zum Beginn unseres Canopy Walks. Er machte uns auf verschiedene Insekten aufmerksam.


Der Canopy Walk führte auf geschätzt 20 m über dem Boden über 14 Seilbrückensegmente mit einer Gesamtlänge von 480 m von Baum zu Baum und erlaubte einen schönen Blick von oben – allerdings noch immer deutlich unterhalb der Baumkronen der Baumriesen.


Einer der deutschen Touristen fiel ihr Handy aus der Hand in die Tiefe – und unser Guide schaffte es tatsächlich, es wieder ausfindig zu machen! Um 10.30 Uhr waren wir wieder an unserem Homestay, was uns noch genug Zeit ließ, in Ruhe alles zusammen zu packen und zum Flughafen zu bewegen. Unser Host war so nett, uns die ca. 700 m zu fahren, so dass wir bei dem schwülen Wetter nicht laufen mussten.

Unsere Propellermaschine hob überpünktlich ab und landete entsprechend verfrüht in Miri. Dort stand unser Mietwagen bereits bereit, diesmal ein schon etwas in die Jahre gekommener Perodua Axia. Gegen 13.10 Uhr brachen wir in Richtung Brunei auf.
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