Reisebericht Irland & Nordirland (UK) 2026

3. Teil: Irland

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Tag 11 – Sa, 06.06.26 – Bru na Boinee, Dublin (12°C, bewölkt, teilweise kurze Regenfälle)

Los ging es um 8.00 Uhr in Richtung Dublin – wieder gab es keinerlei Grenzformalitäten, es war nicht einmal klar, wann man die Grenze nach Irland überschritt. Wir merkten es lediglich daran, dass die Beschilderung wieder ins vertraute Format “km/h” wechselte. Wir kamen um 8.45 Uhr bei unserer Zwischenstopp-Station Bru na Boinee an, einer UNESCO-Stätte, vergleichbar mit Stone Henge in England, die megalithische Grabanlagen aus ca. 3200 v. Chr. beherbergte. Wir hatten für 9.30 Uhr frühzeitig vorab eine Führung in der begehrten Anlage gebucht (ab ca. 4 Wochen im Voraus möglich), die zunächst einen Besuch der Ausstellung im Besucherzentrum vorsah.

Somit hatten wir bis etwa 10.15 Uhr Zeit, die modern aufgemachte Ausstellung zu besuchen, bevor wir per Shuttlebus zum Areal Knowth transportiert wurden, der wir uns von 10.30 Uhr bis 11.25 Uhr widmeten. Hier gab es u.a. die Möglichkeit, das “Dach” der Hauptanlage zu besteigen und auf die umliegenden Satellitenanlagen zu schauen.

Unser Tourguide erzählte uns in klarem und deutlichem Englisch die Geschichte der hier lebenden Farmer aus dem heutigen Anatolien (per DNA-Analysen der gefundenen menschlichen Knochen nachgewiesen) und deren Fähigkeiten, derartige Bauten durch die überlappende Stapelung von Steinplatten zu errichten. Dann ging es per Shuttlebus zum großen Areal Newgrange, in dem wir die Kammer der Hauptanlage betreten durften. Dort wurde auch der Effekt der untergehenden Sonne, die auf mystische Weise das Innere der Anlage beleuchtete, dargestellt – etwas, das die damaligen Siedler bei gutem Wetter einmal im Jahr für 17 Minuten erlebten. Auch die uns diesmal zugeordnete Führerin meisterte die Führung der ca. 16-köpfigen Gruppe mit Bravour und deutlicher Aussprache. Wir hatten Glück, dass es während der gesamten Führung nicht regnete, jedoch ließ die starke Bewökung keine farbstarken Fotos zu.

Gegen 12.30 Uhr fuhren wir dann zu unserem heutigen Ziel, der irischen Hauptstadt Dublin. Unterwegs legten wir noch einen Mittagsstopp bei einem Daybreak ein und nahmen an einem Picknicktisch Hühnchen, Würstchen und Potatoe Wedges ein. Gegen 14.30 Uhr hatten wir nach etlichem Cruising am Rotunda Hospital einen Parkplatz in der Innenstadt gefunden, der mit 8 EUR Flatrate vergleichsweise günstig war (die meisten Parkplätze kosteten hier 3.50 EUR-4 EUR/h). Aufgrund des unbeständigen Wetters brachen wir mit Schirmen bewaffnet zu einer Stadtbesichtigung auf. Am Dublin Portal konnten wir live in andere Weltstädte “schauen” – in den meisten herrschte besseres Wetter als hier. An der historischen Post Office ging es über den Liffey River zum Trinity College, einer Art Campus, der von historischen Gebäuden umringt war.

Das Dublin Castle war leider geschlossen, so dass wir es nur von außen in Augenschein nehmen konnten. Es folgte die stattliche Christ Church Cathedral, die älteren der beiden mittelalterlichen Kathedralen der Stadt.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz durfte dann das Temple Bar Viertel mit seinen zahlreichen Pubs nicht fehlen.

Am Abend fuhren wir dann in unser gebuchtes Hotel in Balbriggan, dessen moderner Eingangsbereich über die eher im Jugendherbergsstyle aufgemachten Zimmer hinwegtäuschte. Zum Abendessen ließen wir uns einmal mehr Salat schmecken.  

Tag 12 – So, 07.06.26 – Rückflug nach Deutschland

Um 4.45 Uhr standen wir auf, um gegen 5.10 Uhr in aller Ruhe die ca. 20 min Fahrt zum Flughafen anzutreten. Unverständlicherweise war neben dem Tor zum Hotelparkplatz auch die Tür für Fußgänger verschlossen. Das Fahrzeug hatten wir wissentlich vor dem Hotel an der Straße geparkt, aber nun mussten wir mit unserem Gepäck über den etwa 3 m hohen Zaun steigen, um das Gelände zu verlassen – das gab definitiv Abzüge in der B-Note dieses sogenannten “Hotels”. Die Entgegennahme des Mietwagen bei Budget verlief entgegen aller schlechten Rezessionen zügig und wir mussten nur etwa 10 min auf den Shuttlebus warten, der uns zum Terminal brachte. Blieb zu hoffen, dass sich das vergleichsweise hohe Deposit für Versicherung und Tankfüllung baldestmöglich auf der Kreditkarte wiederfinden würde. Unser Flieger der Aer Lingus ging pünktlich raus, so dass wir gegen 11 Uhr in München und gegen 12 Uhr am Parkplatz waren. Den Rückweg nach Ingolstadt nutzten wir für einen Mittagsstopp an einem Biergarten nahe Pfaffenhofen, in dem wir den Urlaub mit fleischhaltigen Grilltellern ausklingen ließen.

 

Fazit:

Sattgrüne Landschaften, häufige Regenfälle, extrem freundliche Menschen, enge und oft rumpelige Straßen, ein Kreisverkehr am anderen, zahllose Schafe und Kühe, ab und an ein Pub oder Guiness Store, Ruinen über Ruinen und Kirche an Kirche, Menschen bei 14°C in Shorts und T-Shirt, sich unendlich ziehende Ampelrotphasen in den Städten – das sind eindeutige Anzeichen für einen Aufenthalt in Irland! Als absolutes Highlight haben wir die Wanderung zum Giant Causeway und die Basaltsäulen selbst empfunden, gefolgt vom Ring of Kerry mit dem Killarney Nationalpark und den Kerry Cliffs, dem Dingle Drive sowie dem Coastal Trail zu den Cliffs of Moher. Die Cliffs of Moher selbst waren nett, standen u.E. den Kerry Cliffs und Kilkee Cliffs aber nicht wirklich nach. Die leider abgesagte Tour zur Skellig Michael wäre sicherlich ein weiterer Höhepunkt gewesen!