Reisebericht Malaysia (incl. Borneo) 2025 incl. Singapur, Brunei und Stopover in Abu Dhabi (VAE)
4. Teil: Brunei
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Tag 22 – Mi, 10.09.25 – Bandar Seri Begawan (28°, sonnig)
Der Grenzübertritt verlief unspektakulär und zügig, abgesehen davon, dass ich den Online-Einreiseantrag für das Mietfahrzeug versehentlich nicht ganz zu Ende durchgeklickt hatte und somit Bezahlung und EES-Barcode fehlten, aber das konnte ich vor Ort schnell nachholen. Um 15.45 Uhr fanden wir einen kostenlosen Parkplatz vor unserer Unterkunft in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan und bezogen „unser“ kleines Miniinn Guesthouse. Nach einem schnellen Mahl bei Jollibees verzichteten wir auf die geplante Moscheebesichtigung und gingen stattdessen mit Thea zum Arzt, da sie leichtes Fieber hatte, fröstelte und über Müdigkeit, Muskelschmerzen und leichte Kopfschmerzen klagte. Das wäre für uns normalerweise kein Grund gewesen, einen Arzt aufzusuchen, da sie allerdings zwei Tage zuvor beim Spiel von einer Katze gekratzt oder gebissen worden ist (so genau wusste sie das nicht), wollten wir unbedingt eine Tollwutinfektion ausschließen. Wie erwartet schloss der Arzt selbige aus und meinte ebenfalls, dass eine Mütze Schlaf und Paracetamol schnelle Abhilfe schaffen sollten. Entsprechend früh läuteten wir das Tagesende ein.
Tag 23 – Do, 11.09.25 – Bandar Seri Begawan, Küste Bruneis (29°, Sonne und Wolken)
Da wir heute recht früh dran waren und Thea wieder fit war, gelang es uns, nach einem überraschend umfangreichen Frühstück in einem dem Gästehaus gegenüberliegenden chinesischen Restaurant…

als erstes den Besuch der für gestern Abend geplante Jame Asr Hassanil Bolkiah Moschee nachzuholen. Wir verbrachten fast eine Stunde auf dem Gelände der imposanten Moschee und durften mit zur Verfügung gestellten Umhang auch die Gebetshalle betreten.




Gegen 10 Uhr fanden wir dann einen Parkplatz in der Nähe der Uferpromenade.
Unser folgender Rundgang umfasste einen Besuch der Sultan Omar Ali Saifuddien Moschee, die der ersteren zwar in puncto Schönheit etwas nachstand, dafür aber tolle Reflektionen im umgebenden See bot…,



eine Besichtigung des eher schlichten Darussalam Palace und des eher nicht erwähnenswerten Clock Towers. Nach einer verdienten Trinkpause ließen wir uns um 12 Uhr von einem Motorboot in das „Stelzendorf“ Kampung Ayer übersetzen, das mit seinen angeblich 30.000 Einwohnern eigentlich nicht als Dorf bezeichnet werden dürfte. Hier waren alle Gebäude durch aufwändige Holzstege miteinander verbunden. Während einige Bauten und auch Stege noch recht neu aussah, hatten viele schon die besten Zeiten hinter sich: einige Stege waren schon nahezu baufällig und viele Häuser, teilweise eingestürzt und leer stehend.




Dennoch war die Erkundung dieses Ortes eine tolle Erfahrung. Gegen 13.00 Uhr wurden wir auf Höhe der Moschee im Ayer Village wieder aufgelesen und zurück an Land (Uferpromenade) gebracht. Die 1 BND kostende Bootsfahrt war zwar nur kurz, dafür aber wohl die rasante dieses Urlaubs. Um 14.00 Uhr fuhren wir mit dem Auto zunächst den Sultanspalast Nurul Imam Palace an. Dieser mit rund 1.4 Mrd US-Dollar teuerste Palast der Welt war zwar durch Tore und Zäune hermetisch abgeschirmt, jedoch ließ ein schon allein die Anlage um das Eingangsportal vor Ehrfurcht erstarren.

Zwei Tage im Jahr öffnete der Sultan für alle die Tore und lud zum Festessen ein, die restlichen Tage war der Palast geschlossen. Hier ein paar weitere Daten: Garage für 110 Fahrzeuge, 5 Pools, 1788 Zimmer, davon 257 Badezimmer, Bankethalle für 5000 Personen, Stall für 200 Polo-Ponys, 564 Kronleuchter, 51.000 Glühlampen, 18 Fahrstühle, 44 Treppenhäuser. Nach kurzen Photoshop ging es weiter zum Empire Hotel, dem luxuriösesten Hotel des Landes, dessen Errichtung immerhin 1.1 Mrd US-Dollar gekostet hatte und das über einen der weltgrößten Pools verfügte.



Wir durften mit unserem Fahrzeug bis zum Foyer-Parkplatz vorfahren und das Hotel inklusive der Außenanlagen (natürlich ohne Poolnutzung) besuchen. Eine wirklich tolle Anlage mit großen Pools, viel Marmor und hohen Hallen!


Anschließend traten wir die Rückfahrt an. Kurz nach 16 Uhr besuchten wir das bei Seria stehende Billionth Barrel Monument, das die Produktion bzw. Gewinnung von 1 Mrd Barrel Rohöl durch Shell markierte.

Beim anschließenden Versuch, unseren Mietwagen in Brunei voll zu tanken und vom günstigen Benzinpreis (0.530 BND/l = ca. 35 ct/l) zu profitieren, misslang, da es Fahrzeugen mit malaysischer Zulassung in Brunei nur gestattet war, das nahezu doppelt so teure Super Plus zu tanken! Somit ging unser Geld für‘s Volltanken lieber nach Malaysia! Für die Grenzüberschreitung brauchten wir aufgrund recht regen Verkehrs diesmal etwas länger, nämlich von 17.13 Uhr bis 17.40 Uhr.
Fazit:
Während Bruneis Straßen in Grenznähe schlechter waren als die in Malaysia, ähnelte die Umgebung ansonsten sehr stark der des großen Nachbarlandes. Es fiel allerdings sofort auf, dass Fahrzeuge konsequent an Zebrastreifen anhielten (was in Malaysia quasi nie vorgekommen war) und zusätzlich arabische Schilder die Straßenränder „zierten“.
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