Reisebericht Ägypten 2025

 

1. Tag (Fr, 13.06.2025): Anreise 

Um 6.45 Uhr brachen wir mit dem PKW zum Flughafen München auf und parkten im Parkhaus P43. Da der gebuchte 10.00 Uhr-Flieger mit 20 Minuten Verspätung angegeben war und wir in Frankfurt nur eine gute Stunde zum umsteigen hatten (und dort noch die Ausreisefotmalitäten anstanden), gingen wir geschwind zum Lufthansa Schalter, wo wir noch auf den 9.00 Uhr-Flieger umgebucht werden konnten. Der Pilot dieses Lufthansa-Fliegers (Airbus A319) war sehr freundlich und ließ Thea vor dem Start ins Cockpit schauen und sogar auf seinem Pilotensitz Platz nehmen.

Der Flieger hob pünktlich in Richtung Frankfurt ab, so dass wir in Frankfurt mehr als 2 Stunden Zeit hatten, um unseren Anschlussflieger nach Hurghada zu erreichen. In Hurghada angekommen, suchte ich zunächst aus den vier flughafeninternen ATMs den heraus, der keine Zusatzgebühren erhob. Obwohl die Taxi-Preise nach Downtown (deutlich weiter als unser Hotel) mit 100 EGP angegeben waren und wir gesehen hatten, dass eine Uber-Fahrt mit um die 80 EGP eingepreist war, wollten die Taxifahrer 10 EUR oder gar 15 EUR haben. Erst nach längerem Suchen fanden wir einen, der uns die gut 3 km zum Hotel für 5 EUR (entsprechend etwa 290 EGP) brachte. Für das nächste Mal nahmen wir uns vor, bereits im Flughafen das WiFi zu nutzen und direkt einen Uber zu bestellen.

Unser Hotel Córdoba Suites war einfach, aber zweckmäßig – sogar mit Pool. Wir gingen noch etwas essen und kauften noch ein paar und Getränke ein, dann gingen wir schlafen. 

2. Tag (Sa, 14.06.2025): Schnorcheltour, Kamelreiten, traditionelles Dinner und Sternenbeobachtungen,  31°C, Sonne, leichter Wind

Heute hatten wir für 8.00 Uhr einen Schnorchelausflug gebucht. Gegen 8.50 Uhr wurden wir dann endlich abgeholt und zum Hafen gebracht, wo wir auf einem Boot zusammen mit anderen Touristen gegen 9.10 Uhr in See stachen. Etwa 10 Minuten vom Festland entfernt hatten wir die Möglichkeit, uns auf einem Banana Boat bzw. einem Luftsessel hinter einem Motorboot herziehen zu lassen.

Anschließend fuhren wir weiter zur herrlichen Insel Giftun Island, wo wir am Orange Bay Beach knappe 2h für uns hatten. Hier gab es tolle im Holzstil gehaltene Bars und Relaxareale, außerdem tolle Sitzbänke und Schaukeln am bzw. im Wasser, die das Herz manches Insta-Sternchens höher schlagen ließen. 

Gegen 12.30 Uhr gab es dann auf dem Boot ein leckeres Mittagessen und wir fuhren auf dem Rückweg in Richtung Hurghada zwei Schnorchelstopps an. An beiden Spots gab es Korallen, bunte Fische und ungefährliche Quallen zu sehen. Um 15.45 Uhr ging eine sehr schöne, abwechslungsreiche und mit 41 EUR für drei Personen sehr erschwingliche Tour zu Ende. So hatten wir genug Zeit, uns im Hotel frisch zu machen und für die anstehende Tour um 18.00 Uhr vorzubereiten. Zu dieser vorgebuchten Tour holte uns unser (inbegriffenes) Taxi pünktlich ab, sammelte noch ein paar weitere Touristen ein und fuhr zu einem Sammelplatz nahe der Wüste. Hier hatten wir die Möglichkeit, circa 10 Minuten auf einem Kamel zu reiten.

Das anschließende traditionelle Abendessen fiel eher mäßig aus, wir saßen jedoch gemütlich in einem Innenhof zusammen. Bei einem der vorgeführten Tänze wurden die anwesenden Touristinnen mit integriert.

Auch die anschließenden Sternenbeobachtungen erfüllt ehrlicherweise nicht ganz unsere Erwartungen, da man lediglich den Planeten Mars durch eines von drei aufgestellten Teleskopen betrachten konnte. Dazu wurden lediglich ein paar Infos zum Polarstern sowie einem gut sichtbaren Sternbild gegeben. Kurz nach 21.00 Uhr ging es zurück, so dass wir um 22.00 Uhr wieder im Hotel eintreffen. Die circa 71 EUR für drei Personen waren diesmal aus unserer Sicht nicht ganz gerechtfertigt.

 3. Tag (So, 15.06.2025): Transfer nach Marsa Alam, Sea World Resort Marsa Alam, 32°C, Sonne, leichter Wind

Pünktlich um 9.00 Uhr holte uns unser über Uber am Vortag angefordertes Taxi ab, das uns für gerade mal umgerechnet 23 EUR in das ca. 180 km entfernte Luxusressort Sea World in Marsa Alam brachte. Dass gute Qualität ihren Preis hat und wir nicht in diese Kategorie fielen, merkten wir daran, dass unser Fahrer seinen mühsam klimatisierten Kleinwagen mit 140 km/h permanent im Grenzbereich bewegte (bei erlaubten 110 km/h) und zusammen mit der mäßigen Fahrbahnbeschaffenheit auf dem Weg durch die Wüste die quasi letzte Kurve vor Marsa Alam zu sportlich nahm, so dass wir aus selbiger flogen und im „Kiesbett“ landeten. Da kommt man schon mal ins schwitzen, wenn die Insassen im Fond nicht angeschnallt sind (da keine Anschnallgurte existieren). Nach 1h 45min trafen wir am Sea World Resort ein. Dieses Resort Hotel, das ich anhand von Fotos im Internet als für einen Abstecher wert erachtet hatte, hatten wir nur für 1 Nacht gebucht, um es mal auszuprobieren.

Wir durften schon etwas früher als die offizielle Checkin-Zeit um 14.00 Uhr ins Hotelzimmer…

…und uns bereits unmittelbar nach Ankunft (gegen 11.00 Uhr) mit unserem All-inclusive-Bändchen auf der Anlage bewegen (und schwimmen und essen).

Nach einem leckeren Mittagessen und einem Erkunden der großen Anlage sowie des schönen hoteleigenen Sandstrands per Vier-Personen-Fahrrad…

… ging es zu einem der zahlreichen Pools.

Hier spielte Thea mit einem gleichaltrigen Mädchen aus Deutschland während Juliet und ich uns einen ersten Cocktail gönnten. Im nächsten Pool lernte Thea die Geschwister Jule (9) und Leni (10) aus Brackenheim bei Heilbronn kennen. Da sich die Mädels sehr gut verstanden, verweilten sie dort, bis der Pool um ca. 18.30 Uhr geschlossen wurde. Ich stelle nach ein paar Schwimmrunden erschrocken fest, dass ich vergessen hatte, mein Handy aus der Tasche der Badehose herauszunehmen. Umso positiver war ich überrascht, dass das iPhone SE wohl als wasserfest deklariert ist und kurzzeitiges Untertauchen aushält. Wir nahmen bei angenehmen Temperaturen (wohl um die 32 Grad, aber mit permanentem Wind und im Schatten sitzend) ein hervorragendes Abendessen zu uns (unter anderem mit Garnelen und Rotwein) und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

4. Tag (Mo, 16.06.2025): Sea World Marsa Alam, Transfer nach Hurghada, Jungle Aqua Park, 32°C, Sonne, leichter Wind

Nachdem wir bis circa 8.20 Uhr ausgeschlafen hatten und erst gegen 9.00 Uhr beim Frühstück waren, saßen wir erst gegen etwa 10.00 Uhr am Pool. Diesmal konnten wir ein Wassersitzdeck für uns ergattern und Thea beim erneuten Spiel mit den Mädels zuschauen.

Kurz vor 12.00 Uhr checkten wir aus, mussten dann allerdings feststellen, dass der für 12.00 Uhr eingeplante Uber-Fahrer kurzfristig abgesagt hatte. Da es aktuell im Suchradius um unser Hotel keine verfügbaren Fahrer gab, mussten wir die Rückfahrt  über einen alternativen Anbieter buchen. Diese war zwar mit 2600 EGP (ca. 45 EUR) doppelt so teuer wie die Hinfahrt, jedoch war das Fahrzeug deutlich komfortabler und sicherer, verfügte über Anschnallgurte auf der Rücksitzbank sowie einen anständigen Fahrer. Nach 1.5 h hatten wir unser neues Hotel in Hurghada, ebenfalls aus der Pick Albatros Gruppe, erreicht. Wie auch im vorherigen Hotel verlief der Check-in ein wenig chaotisch, nichtsdestotrotz waren auch die diesmal gebuchten Standardzimmer echt schön. Wir nutzten den Rest des Tages, um die große Anlage, die die Hotels “Pickalbatros Jungle Aqua Park Neverland Resort” und “Pickalbatros Alf Leila Wa Leila” kombinierte, zu erkunden. Neben dem ursprünglichen Jungle Aquapark gab es inzwischen den neueren Neverland Wasserpark sowie weitere Rutschen- und Poollandschaften, die wir ebenfalls mitbenutzen durften.

Dass es sich bei diesem Zusammenschluss um den größten Wasserpark des vorderen Orients handeln soll, erschien durchaus realistisch – mit über 70 Rutschen und ähnlich vielen Pools ließ die Anlage keine Wünsche offen. Auch der angeschlossene Freizeitpark war im erschwinglichen All-inclusive-Paket enthalten! Unser Abendessen nahmen wir im Restaurant „Zum Kaiser“ ein, dass herrliche Sitzmöglichkeiten direkt an einem der größeren Pools bot und u.a. bayerische Speisen anbot.

 5. Tag (Di, 17.06.2025): Wasserpark, 34°C, Sonne, leichter Wind

Nach einem gemütlichen Frühstück gegen 9.00 Uhr brachen wir anschließend in den Jungle Aquapark auf. Von 10.00 bis 12.30 Uhr probierten wir alle Rutschen in diesem Areal aus, etwa Tsunami Slide, Space Boat Slide, Space Hole Slide, Wave Slide, Family Raft, Uphill Slide, Turbulence Slide (um nur einige zu nennen) – die meisten für Zweierreifen gedacht.

Nach einem kurzen Mittagessen im unweiten Burgerrestaurant verbrachten wir unsere 2-stündige Mittagspause von 13.00 bis 15.00 Uhr im herrlich klimatisierten Appartement mit Lesen. Nachmittags machten wir den neueren Neverland Wasserpark unsicher. Hier gab es bei der ein oder anderen Rutsche Wartezeiten von bis zu 10 Minuten, dafür waren sie etwas spektakulärer als im Jungle Aqua Park. Besonders gerne nutzen wir die Surf Safari mit ihrem mächtigen halfpipe-artigen Trichteraufbau sowie die King Cobra-Rutsche.

Unser Abendessen nahmen wir wieder in einem der poolnahen Restaurants ein. Ein kurzer Besuch des hoteleigenen Freizeitparks rundete den Tag ab.

6. Tag (Mi, 18.06.2025): Schnorcheltour und Delfinbeobachtungen,  33°C, Sonne, leichter Wind

Nach einem frühen Frühstück wurden wir pünktlich um 8.15 Uhr von einem Minivan abgeholt, der uns einmal mehr zur Hurghada Marina brachte, von wo aus wir eine erneute Schnorcheltour – diesmal inklusive eines Besuchs des Delfinreservats – gebucht hatten. Diesmal waren etwa doppelt so viele Leute dabei wie beim letzten Mal, so dass das Boot erst gegen 9.20 Uhr ablegte. Bei dem Boot „Musalla“ handelte es sich um das gleiche Boot wie das letzte Mal, auch ein Teil der Crew war identisch.

Der Stopp im Dolphin House, d.h. dem für das Sichten von Delfinen populären Spot, gewährte uns tatsächlich immer wieder Blicke auf aus dem Wasser auftauchende Fluken. Aufgrund der Vielzahl der operierenden Boote und dem Bestreben der Bootsführer, immer möglichst schnell möglichst nah an den „Ort des Geschehens“ heranzukommen, entsprach das Vorgehen nicht ganz meinen Erwartungen, da es für die Tiere sicherlich recht (ver)störend sein musste – immerhin war es nicht so schlimm wie einst der Ausflug in Tansania, der eher einem “Dolphin Hunting” glich. Die zwei folgenden Schnorchelspots und das Mittagessen waren ok, es gab einmal mehr bunte Fische zu sehen.

Diesmal rundete der Wassersport (Sofa und Banana Boat) die Tour ab, bevor wir gegen 16.15 Uhr wieder in den Hafen von Hurghada einliefen. Gegen 17 Uhr waren wir zurück am Hotel, wo noch ein leckeres Abendessen in schönem Ambiente und ein erneuter Besuch des hotelinternen Jahrmarkts auf dem Programm standen. Nach Schiffschaukel, Free Fall Tower und anderen Fahrgeschäften gingen wir gegen 22 Uhr müde ins Bett.

 7. Tag (Do, 19.06.2025): Wasserpark, 31°C, Sonne, leichter Wind

Nachdem wir ausgeschlafen und gegen 10.00 Uhr ein spätes Frühstück zu uns genommen hatten, begannen wir den Tag im Neverland Wasserpark. An der stehenden Welle (Surfen) lernte Thea Jule (12) aus Furtwangen kennen und war mit Ausnahme einer Mittagspause den Rest des Tages mit ihr in der Anlage unterwegs. 

Nach dem Abendessen gaben wir uns diesmal das VR-Angebot statt des Jahrmarkts. Mit VR-Brille drifteten wir auf einem Floß einen reißenden Fluss hinab und fuhren ein Autorennen.

 

8. Tag (Fr, 20.06.2025): Wasserpark,  32°C, Sonne, leichter Wind

Aufstehen gegen 08.30 Uhr, Frühstück gehen 09.15 Uhr. Pünktlich mit Eröffnung der Surfwelle waren wir an selbiger und Thea schaffte es nach gerade mal 3 Versuchen, das Board bereits gut zu beherrschen und sich länger als 2 min auf diesem zu halten.

Da Jule heute Morgen abgereist war, schaute sich Thea nach anderen Kinder um und fand mit Lena (9) aus Cleebronn bei Heilbronn eine Spielkameradin, mit der sie diesmal anschließend die Wasserparks unsicher machte. Gegen 16 Uhr „übernahmen“ wir dann wieder mit Rutschen und Baden in einem der Pools. Auch die Möglichkeit für eine Bumper Boat-Fahrt nutzten wir (mit e-Booten).

Nach einem wie immer geschmackvollen Pool Side Dinner fuhren wir noch Motorrad und Auto in der VR-Halle, bevor es recht zeitig ins Bett ging.

9. Tag (Sa, 21.06.2025): Wasserpark, 32°C, Sonne, leichter Wind

Den heutigen Tag nutzten wir für ein erneutes Aufsuchen der besten Rutschen sowie des Wellenkanals.

Am Abend saßen wir einmal mehr in der schön beleuchteten Anlage.

10. Tag (So, 22.06.2025): Heimreise, 33°C, Sonne, leichter Wind

7.15 Aufstehen, 8.00 Frühstück, 9.25 Uber-Taxi zum Flughafen, 9.50 am Airport, 12.30 Flug Hurghada-Zürich mit Edelweiß. Der Flieger hob zwar ca. 30 min verspätet ab, jedoch bot die Fluggesellschaft gute Beinfreiheit und mehrfach Snacks und Getränke! Da der ursprüngliche Flug HRG-GVA-MUC durch die Airline storniert und durch die Kombi HRG-ZRH-VIE-MUC ersetzt wurde, ließ ich uns in Zürich auf einen Direktflug ZRH-MUC mit der Swiss umbuchen. So kamen wir früher an und genossen einmal mehr eine Airline mit ausreichender Beinfreiheit.

Fazit:

Dieser Badeurlaub war im Vergleich zu den sonstigen Aktivurlauben und Backpacking-Touren mal was ganz anderes, kam dafür aber mit einem gewissen Erholungsfaktor daher. Man darf sich natürlich nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass die “Resort-Welt” nach westlichen Maßstäben ausgerichtet ist, während Infrastruktur, Sicherheitsstandards und Lebensstandard, insbesondere außerhalb der größeren Städte, durchaus auf den Status als Entwicklungsland hinweisen. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch waren die Händler allerdings weniger aufdringlich. Wenn man außerhalb von größeren Resort-Hotels Urlaub macht, ist Ägypten eines der preiswertesten Urlaubsländer: Eine Übernachtung in einem normalen Hotel mit annehmbarem Standard (Klimaanlage, Pool) kostet keine 20 EUR pro DZ, Essengehen in besseren Restaurants ca. 3-4 EUR p.P. Die letztjährigen Preissteigerungen wirken insbesondere auf Flüge, Resort-Hotels und Pauschalangebote wie Nil-Kreuzfahrten etc. Obwohl diese z.T. 100% teurer geworden sind, sind die Preise allerdings immer noch paradiesisch.